Pferd beim Fressen Ernährung und ihr Einfluss auf die Haut des Pferdes

Wenn ein Pferd unter trockener Haut, Juckreiz, Reizungen oder stumpfem Fell leidet, ist die Anwendung eines geeigneten äußerlich angewendeten Pflegeproduktes oft der erste Schritt.

Dies ist absolut berechtigt: Hautpflegeprodukte wirken direkt auf die Haut ein, um sie zu schützen, ihre Barrierefunktion zu stärken, das Wohlbefinden zu fördern und ihren natürlichen Erneuerungsprozess zu unterstützen.

Die Hautqualität hängt jedoch auch von inneren Prozessen ab. Wie alle Körpergewebe erneuert sich die Haut ständig und benötigt zahlreiche Nährstoffe aus der Nahrung, um ihre Widerstandsfähigkeit und ihre Funktion als Schutzbarriere zu bewahren.

Tatsächlich schließen sich äußerliche Pflege und Ernährung nicht gegenseitig aus; sie ergänzen einander. Äußerliche Anwendungen wirken direkt auf die Haut ein, wenn diese strapaziert oder geschwächt ist, während eine ausgewogene Ernährung dazu beiträgt, die für ihre langfristige Gesundheit und Funktion unerlässlichen Nährstoffe bereitzustellen.

Warum beeinflusst die Fütterung die Hautgesundheit des Pferdes?

Die Haut: ein lebendiges Organ in ständiger Erneuerung

Anders als man vielleicht denken könnte, ist die Haut ein Organ, das sich ständig erneuert. Die Zellen in den tieferen Schichten der Epidermis teilen sich kontinuierlich und bilden neue Zellen. Diese Zellen wandern allmählich zur Hautoberfläche und durchlaufen dabei einen Umwandlungsprozess.

Im Verlauf dieser Zellmigration, die bei Pferden etwa einen Monat dauert (individuell verschieden und abhängig von der Körperregion), produzieren die Zellen Keratin, ein essenzielles Protein, das zur Festigkeit und Widerstandsfähigkeit der Haut beiträgt, und auch Lipide, die für die Aufrechterhaltung der Hautbarrierefunktion unerlässlich sind.
Nachdem sie die Oberfläche erreicht haben, haben diese Zellen ihren Reifungsprozess abgeschlossen und bilden das Stratum corneum, die äußerste Hautschicht. Als natürlicher Schutzschild bewahrt diese Schicht das darunterliegende Gewebe vor äußeren Einflüssen, begrenzt den Wasserverlust und trägt dazu bei, das Gleichgewicht der Haut zu bewahren. Diese Zellen werden im Rahmen der natürlichen Abschuppung abgestoßen (Desquamation) und werden kontinuierlich durch neue Zellen aus den tieferen Schichten ersetzt.

Diese ständige Erneuerung ist ein komplexer Prozess, der viel Energie und Nährstoffe erfordert. Um neue Zellen sowie Keratin, Kollagen, Hautlipide und alle für die ordnungsgemäße Funktion notwendigen Moleküle zu bilden, benötigt der Körper eine ausreichende Zufuhr von Proteinen, essenziellen Fettsäuren, Vitaminen und Spurenelementen.

Deshalb trägt eine ausgewogene Ernährung langfristig zur Erhaltung einer gesunden Haut bei. Gleichzeitig wirken äußerlich angewendete Pflegeprodukte direkt auf die Haut ein: Sie stärken die Barrierefunktion, bewahren die Feuchtigkeit, sorgen für ein angenehmes Hautgefühl und unterstützen die natürlichen Schutzmechanismen. Die beiden Ansätze ergänzen sich somit und wirken gemeinsam daran mit, eine gesunde und widerstandsfähige Haut zu erhalten.

Der Nährstoffbedarf der Pferdehaut

Eine gesunde Haut ist auf eine ausreichende Versorgung mit essenziellen Nährstoffen angewiesen. Schließlich erneuern sich die Hautzellen ständig und sind auf zahlreiche Elemente angewiesen, um ihre biologischen Funktionen sicherzustellen.

Proteine liefern die für die Synthese von Kollagen, Elastin und Keratin unerlässlichen Aminosäuren. Diese Strukturproteine tragen zur Festigkeit, Flexibilität und mechanischen Widerstandsfähigkeit der Haut sowie zur Qualität von Fell und Horn bei.

Essentielle Fettsäuren, insbesondere Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, sind Bestandteile von Zellmembranen. Sie tragen zur Aufrechterhaltung der Barrierefunktion der Haut bei, begrenzen den Wasserverlust und spielen eine Rolle bei den physiologischen Mechanismen von Entzündungsreaktionen und Wundheilung.

Auch Vitamine und Spurenelemente spielen eine wichtige Rolle. Zink ist an der Zellteilung, der Keratinsynthese und der Gewebereparatur beteiligt. Kupfer trägt zur Bildung von Kollagen und Elastin bei. Die Vitamine A und E unterstützen die Erneuerung der Epidermis beziehungsweise den Schutz der Zellen vor oxidativem Stress.

Einfluss des Mikrobioms auf die Haut des Pferdes
Einfluss des Mikrobioms auf die Haut des Pferdes

Darmmikrobiota und Haut beim Pferd: Was sagt die Wissenschaft?

Die Rolle der Mikrobiota beim Pferd

Der Verdauungstrakt des Pferdes beherbergt Milliarden von Mikroorganismen – vorwiegend Bakterien, aber auch Hefen und andere Mikroorganismen. Gemeinsam bilden sie die Darmmikrobiota, ein echtes Ökosystem, das für das reibungslose Funktionieren des Körpers unerlässlich ist.

Seine Hauptaufgabe besteht darin, dem Pferd eine effiziente Futterverwertung zu ermöglichen. Das Pferd ist ein Pflanzenfresser, dessen Verdauung maßgeblich auf der Fermentation von Fasern im Dickdarm beruht. Ohne seine Mikrobiota wäre es nicht in der Lage, die in Heu und Gras enthaltenen Fasern vollständig zu verwerten.

Während dieses Fermentationsprozesses produzieren Mikroorganismen flüchtige Fettsäuren (Acetat, Propionat und Butyrat), die dem Pferd als primäre Energiequelle dienen. Die Mikrobiota trägt zur Synthese bestimmter B-Vitamine sowie von Vitamin K bei, fördert dadurch die Aufnahme spezifischer Nährstoffe und trägt zur Aufrechterhaltung einer funktionellen Darmbarriere bei.

All diese Funktionen sind für die Gewebeerneuerung unerlässlich. Um kontinuierlich neue Hautzellen, Kollagen, Keratin sowie die Lipide, die die Schutzbarriere der Haut bilden, zu produzieren, benötigt der Körper eine ausreichende Zufuhr von Energie und Nährstoffen. Ein ausgewogenes Mikrobiom trägt daher indirekt dazu bei, die für den Erhalt einer gesunden Haut erforderlichen Ressourcen bereitzustellen.

Über ihre ernährungsphysiologische Bedeutung hinaus spielt die Mikrobiota auch eine Rolle für die Funktion des Immunsystems. Ein Großteil der körpereigenen Immunzellen befindet sich im Verdauungstrakt. Bereits in den ersten Lebensmonaten trägt die Mikrobiota zu deren Reifung bei und unterstützt den Körper dabei, zwischen harmlosen Bestandteilen und tatsächlichen Krankheitserregern zu unterscheiden. Auch im weiteren Lebensverlauf moduliert sie die Intensität der Immunantworten und hilft, ein Gleichgewicht zwischen Abwehrmechanismen und Entzündungsreaktionen aufrechtzuerhalten.

Diese Funktion ist besonders bei der Betrachtung der Haut von Interesse. Die Haut ist nicht bloß eine Schutzhülle; sie ist auch ein echtes Immunorgan, das in der Lage ist, äußere Bedrohungen zu erkennen und rasch eine Abwehrreaktion einzuleiten.

Bei Menschen haben zahlreiche Studien einen Zusammenhang zwischen dem Gleichgewicht des Darmmikrobioms und bestimmten entzündlichen Hauterkrankungen nachgewiesen – ein Phänomen, das als Darm-Haut-Achse bekannt ist.

Bei Pferden ist die Forschung auf diesem Gebiet erst in jüngerer Zeit entstanden. Wissenschaftler haben bereits nachgewiesen, dass die Ernährung die Zusammensetzung der Darmmikrobiota stark beeinflusst; sie untersuchen jedoch noch, inwieweit sich diese Veränderungen auf immunvermittelte Hauterkrankungen, wie etwa das rezidivierende Sommerekzem, auswirken können.

Auch wenn noch viele Fragen offen sind, trägt die Aufrechterhaltung einer ausgewogenen Mikrobiota durch eine angepasste Ernährung zum reibungslosen Funktionieren des Organismus bei. In Kombination mit der passenden äußeren Pflege schafft dies optimale Voraussetzungen für eine gesunde und widerstandsfähige Haut, die ihre Schutzfunktion vollumfänglich erfüllen kann.

Der Einfluss der Fütterung auf die Mikrobiota

Die Ernährung gilt heute als eine der Schlüsselfaktoren, die die Zusammensetzung der Darmmikrobiota des Pferdes beeinflussen. Eine deutliche Veränderung der Futtermenge bzw. Futterzusammensetzung kann bereits innerhalb weniger Tage zu einer Veränderung der Bakterienpopulationen im Verdauungstrakt führen.

Die Mikrobiota des Pferdes ist vor allem an eine faserreiche Ernährung mit Heu, Gras oder anderem Raufutter angepasst. Diese Fasern werden von Mikroorganismen fermentiert, wobei flüchtige Fettsäuren entstehen, die dem Pferd als primäre Energiequelle dienen. Eine faserreiche Ernährung fördert somit eine vielfältige und stabile Mikrobiota, die für das ordnungsgemäße Funktionieren der Verdauung unerlässlich ist.

Umgekehrt führt eine hohe Stärkezufuhr – insbesondere wenn die Verdauungskapazität des Dünndarms überschritten wird – dazu, dass größere Mengen Stärke in den Dickdarm gelangen. Diese Situation verändert die Bakterienpopulationen, begünstigt die Vermehrung bestimmter Arten zulasten anderer und kann zu einem Absinken des pH-Werts im Darm führen. Dieser Zustand wird als Dysbiose bezeichnet – ein Ungleichgewicht des Mikrobioms.

Bei Pferden gilt die Dysbiose heute als ein Faktor, der an der Entstehung mehrerer Verdauungserkrankungen beteiligt ist, insbesondere an bestimmten Formen von Kolitis und Hufrehe. Ihr Einfluss auf andere Körperfunktionen – vor allem auf das Immunsystem – ist derzeit Gegenstand umfangreicher Forschung.

Diese Forschung stößt im Bereich der Pferdedermatologie auf wachsendes Interesse. Bestimmte Hauterkrankungen, wie etwa das rezidivierende Sommerekzem, stehen mit einer überschießenden Immunreaktion auf ein Allergen in Zusammenhang. Daher untersuchen Forschende, ob Veränderungen der Darmmikrobiota – insbesondere solche, die durch die Fütterung bedingt sind – diese Immunreaktion ebenfalls beeinflussen könnten. Bislang konnte bei Pferden jedoch kein ursächlicher Zusammenhang nachgewiesen werden; weitere Studien sind daher erforderlich.

Diese Ergebnisse unterstreichen jedoch die Bedeutung einer schrittweisen Futterumstellung und einer ausgewogenen Ration, um den Erhalt einer funktionellen Mikrobiota und – in weiterem Sinne – das ordnungsgemäße Funktionieren des Organismus zu gewährleisten.

Reaktion auf Getreide beim Pferd Mikrobiota
Reaktion auf Getreide beim Pferd Mikrobiota

Warum sollte die übermäßige Getreideaufnahme bei manchen Pferden eingeschränkt werden?

Das Pferd ist von Natur aus ein Verwerter von Raufutter (Fasern).

Das Verdauungssystem des Pferdes ist darauf ausgelegt, eine Nahrung zu verwerten, die hauptsächlich aus Gras und Raufutter besteht. Über den Großteil des Tages hinweg nimmt es natürlicherweise kleine Mengen faserreicher Pflanzenteile auf, die anschließend von der Darmflora fermentiert werden.

Dieser Ernährungsansatz ermöglicht eine schrittweise Bereitstellung der vom Körper benötigten Energie, während gleichzeitig eine stabile Mikrobiota und eine gute Verdauungsgesundheit erhalten bleiben. Getreide hingegen ist wesentlich reicher an Stärke. Es liefert zwar eine konzentrierte Energiequelle, doch für die Verdauung gelten andere Mechanismen als für die Verdauung von Fasern.

Warum kann ein Überschuss an Stärke problematisch sein?

Stärke wird normalerweise im Dünndarm verdaut. Dieses Organ verfügt jedoch nur über eine begrenzte Verdauungskapazität. Wenn Mahlzeiten große Mengen an Getreide enthalten, kann ein Teil der Stärke unverdaut bleiben und in den Dickdarm gelangen. Dies verändert die Funktionsweise des Mikrobiom grundlegend. Bestimmte Bakterien vermehren sich rasch, indem sie diese Stärke fermentieren, was zu einer erheblichen Säurebildung und einem Absinken des pH-Werts im Darm führt. Diese Ansäuerung führt zu einem Ungleichgewicht des Mikrobioms – einer sogenannte Dysbiose –, ein Zustand, der bei Pferden mittlerweile gut dokumentiert ist.

Die bekanntesten Auswirkungen betreffen die Gesundheit des Verdauungstrakts, wobei ein erhöhtes Risiko für Koliken, Kolitis oder sogar Hufrehe besteht. Zudem untersuchen Forschende die Auswirkungen dieser Dysbiose auf das Immunsystem und entzündliche Erkrankungen, insbesondere da die Mikrobiota eine wesentliche Rolle bei der Regulierung von Immunreaktionen spielt.

Es gibt Alternativen, um die Stärkezufuhr zu begrenzen.

Eine Begrenzung der Stärkezufuhr bedeutet nicht, dem Pferd Energie vorzuenthalten. Heute ist es möglich, den Energiebedarf durch Futtermittel zu decken, die auf leicht verdaulichen Fasern und pflanzlichen Fetten basieren. Dieser Ansatz ist schonender für das natürliche Verdauungssystem des Pferdes und fördert eine ausgewogene Mikroflora.

Dies ist insbesondere das Prinzip hinter den getreidefreien Futtersorten von Mila Moka, bei denen ballaststoffreiche Zutaten im Vordergrund stehen, um eine gleichmäßige Energiefreisetzung zu gewährleisten und gleichzeitig die Stärkezufuhr zu begrenzen.

Anpassung der Fütterung an die Bedürfnisse des jeweiligen Pferdes

Nicht alle Pferde haben denselben Nährstoffbedarf. Für manche stellt die Aufnahme von Getreide in die Futterration kein Problem dar, sofern es in angemessenen Mengen als Teil einer ausgewogenen Ernährung gefüttert wird. Für andere Pferde – insbesondere solche mit Verdauungsstörungen oder besonderen Bedürfnissen oder bei denen eine Begrenzung der Stärkeaufnahme wünschenswert ist – kann eine getreidefreie Ernährung jedoch eine besonders interessante Alternative sein.

Entscheidend ist daher, die Ration an die Bedürfnisse jedes einzelnen Pferdes anzupassen, anstatt für alle dieselbe Regel anzuwenden.

Beim Pferd gehen äußere Pflege und Ernährung Hand in Hand

Es wird manchmal behauptet, Hautprobleme ließen sich nur „von innen“ lösen und äußere Behandlungen seien daher zweitrangig. Tatsächlich belegen wissenschaftliche Erkenntnisse jedoch, dass sich diese beiden Ansätze ergänzen.

Wie wir zuvor gesehen haben, versorgt eine ausgewogene Ernährung den Körper mit der Energie und den Nährstoffen, die für die kontinuierliche Erneuerung der Haut unerlässlich sind. Zudem trägt sie zur Aufrechterhaltung einer funktionierenden Mikrobiota und eines ausgeglichenen Immunsystems bei – zwei Faktoren, die für die einwandfreie Funktion der Haut entscheidend sind.

Diese Mechanismen wirken jedoch auf der Ebene des Organismus und langfristig. Sie allein reichen nicht aus, um die Haut vor täglichen Belastungsfaktoren wie Insektenstichen, UV-Strahlung, Feuchtigkeit, Reibung oder Reizstoffen aus der Umwelt zu schützen.

Die äußeren Pflegemaßnahmen dienen dazu, gezielt auf die Haut einzuwirken. Sie tragen dazu bei, die Barrierefunktion der Haut zu stärken, den Feuchtigkeitsverlust zu begrenzen, das Hautwohlbefinden zu bewahren und die natürlichen Reparaturmechanismen der Haut zu unterstützen. Somit bieten sie eine lokal wirksame Lösung, während die Ernährung systemisch wirkt.

Es macht daher keinen Sinn, Ernährung und Hautpflege als Gegensätze zu betrachten. Um eine langfristige Hautgesundheit zu gewährleisten, müssen diese beiden Ansätze als einander ergänzend betrachtet werden: Der eine versorgt den Körper mit den für die Gewebeerneuerung erforderlichen Ressourcen, während der andere direkt auf die Haut einwirkt, um sie zu schützen und ihr Gleichgewicht gegenüber äußeren Einflüssen zu bewahren.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Die Haut eines Pferdes erneuert sich ständig und benötigt eine ausreichende Versorgung mit Proteinen, Fettsäuren, Vitaminen und Spurenelementen.

  • Das Darmmikrobiom ermöglicht die Verwertung der Faserstoffe und trägt zur Bereitstellung der für eine gesunde Haut essenziellen Nährstoffe bei.

  • Eine faserreiche Ernährung fördert im Allgemeinen eine stabilere Mikrobiota.

  • Ein Überschuss an Stärke kann dieses Gleichgewicht stören, wenngleich bislang kein direkter Zusammenhang mit Hauterkrankungen bei Pferden nachgewiesen wurde.

  • Äußere Pflege und Ernährung sind zwei sich ergänzende Ansätze zur langfristigen Erhaltung der Hautgesundheit.

Häufig gestellte Fragen:

Kann eine schlechte Ernährung bei Pferden Hautprobleme verursachen?

Eine unausgewogene Ernährung kann einen Mangel an Proteinen, essentiellen Fettsäuren, Vitaminen oder Spurenelementen begünstigen, die alle für die Hauterneuerung wichtig sind. Sie kann auch das Darmmikrobiom stören, wenn sie zu reich an Stärke ist. Andererseits haben Hauterkrankungen oft mehrere Ursachen (Umwelt, Parasiten, Allergien, Infektionen etc.) und sind in der Regel nicht auf einen einzigen Faktor zurückzuführen.

Warum sollte ich mich für ein getreidefreies Futter für mein Pferd entscheiden?

Getreidefreies Futter liefert Energie vorwiegend über leicht verdauliche Fasern und – je nach Zusammensetzung – pflanzliche Fette. Es eignet sich besonders für Pferde mit einem empfindlichen Verdauungstrakt oder wenn die Stärkeaufnahme begrenzt werden soll. Die Wahl des Futters sollte jedoch stets auf die individuellen Bedürfnisse des Pferdes abgestimmt sein.

Beeinflusst die Darmflora wirklich die Haut eines Pferdes?

 Das Mikrobiom spielt eine anerkannte Rolle bei der Ballaststoffverdauung, der Nährstoffverwertung und der Funktion des Immunsystems.

Bei Pferden trägt es dazu bei, den Körper mit Energie, Vitaminen und Nährstoffen zu versorgen, die für die kontinuierliche Erneuerung der Haut und für die Synthese von Kollagen, Keratin und Lipiden, die die Barrierefunktion aufrechterhalten, unerlässlich sind.

Seine Rolle bei der Erhaltung gesunder Haut ist daher indirekt, aber wissenschaftlich gut belegt.

Sind äußerlich anzuwendende Pflegeprodukte wirklich sinnvoll, wenn auf eine ausgewogene Ernährung geachtet wird?

Eine ausgewogene Ernährung beeinflusst die Gesamtfunktion des Organismus und liefert die für die Hauterneuerung notwendigen Nährstoffe.

Eine äußere Pflege hingegen wirkt direkt auf die Haut, die täglichen Belastungen ausgesetzt ist. Sie stärkt die Barrierefunktion der Haut, trägt zur Aufrechterhaltung der Hydration bei und fördert das Wohlbefinden.

Diese beiden Ansätze ergänzen einander.

Wie lange dauert es, bis man eine Verbesserung des Hautbildes nach einer Futterumstellung beobachten kann?

Die Erneuerung der Oberhaut (Epidermis) beim Pferd dauert etwa einen Monat, doch die Auswirkungen einer Futterumstellung zeigen sich meist erst allmählich. Es kann mehrere Wochen oder sogar Monate dauern, bis die positiven Effekte einer besser abgestimmten Futterration voll sichtbar werden.

Äußerliche Behandlungen ermöglichen hingegen eine sofortige Wirkung auf die Haut während dieser Erneuerungsphase.

Welches ist das beste Futter für ein Pferd mit sensibler Haut?

Es gibt kein Universalfutter. Die beste Wahl hängt vom Alter, Aktivitätsgrad, Körperzustand, der Futterqualität und etwaigen spezifischen Sensitivitäten des Pferdes ab.

Eine ausgewogene, ballaststoffreiche auf die Bedürfnisse des Pferdes abgestimmte Ration, kombiniert mit einer geeigneten Hautpflege, bleibt der beste Ansatz.

Referenzen: :

Garber A., Hastie P., Murray J.A. (2020). Factors Influencing Equine Gut Microbiota: Current Knowledge. Journal of Equine Veterinary Science, 88, 102943.

Boucher L. et al. (2024). Current Understanding of Equine Gut Dysbiosis and Microbiota Manipulation Techniques. Animals, 14(5), 758.

Li F. et al. (2025). Gut Microbiome Regulation in Equine Animals: Current Understanding and Future Perspectives. Frontiers in Microbiology.

 

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