Die Beschaffenheit des Bodens, auf dem sich das Pferd bewegt, hat direkten Einfluss auf die Belastung der Sehnen. Zahlreiche Studien zur Biomechanik von Pferden haben gezeigt, dass Trainingsoberflächen das Auffußen, die Stabilität der Gliedmaßen und die Intensität der auf das Sehnengewebe übertragenen Kräfte verändern.
Auf zu weichem Boden muss das Pferd zusätzliche Anstrengungen unternehmen, um seine Stützflächen zu stabilisieren. Dieser Stabilitätsverlust führt zu einer erhöhten Belastung der Sehnen, die bei jedem Schritt mehr Energie aufnehmen und zurückgeben müssen. Diese Überlastung kann das Auftreten von Mikroläsionen begünstigen, insbesondere bei wiederholten oder längeren Anstrengungen.
Im umgekehrten Fall erhöhen zu harte Böden die auf die Gliedmaßen übertragenen Stöße und Belastungen. Diese Flächen können eine gewisse mechanische Anpassung der Sehnen begünstigen, setzen aber zugleich die Gelenke und die knöchernen Strukturen wiederholten Stößen aus, was zu anderen Arten von Läsionen führen kann.
Diese Beobachtungen zeigen, dass kein Bodentyp bei ausschließlicher Nutzung ideal ist. Ein Gleichgewicht zwischen Festigkeit und Dämpfungskapazität, kombiniert mit einem progressiven Trainingsmanagement, stellt ein Schlüsselelement bei der Vorbeugung von Sehnenentzündungen bei Pferden dar.