Diese Formulierungen sind verbreitet, weil sie:
- einfach in der Herstellung,
- stabil
- und preiswert
sind.
Allerdings weisen sie im Zusammenhang mit Pferdedermatitis wichtige Einschränkungen auf:
- Das Fehlen einer wässrigen Phase, wodurch eine funktionelle Feuchtigkeitsversorgung der Haut nicht möglich ist
- Die Unmöglichkeit der Einarbeitung bestimmter essentieller hydrophiler Wirkstoffe (wie Panthenol, Glycerin usw.)
- Die ausgeprägte okklusive Wirkung, die das Mikromilieu der Haut nachteilig verändert
In der Praxis schränken diese Formulierungen die Versorgung mit Wirkstoffen, die für die Regulierung der Entzündungsreaktion und die Unterstützung der Hautreparatur wirklich relevant sind, stark ein.
Sie folgen daher in erster Linie einer Logik des mechanischen Schutzes, bleiben jedoch im Rahmen eines dermatologischen Ansatzes, der darauf abzielt, auf die biologischen Mechanismen der Dermatitis einzuwirken, unzureichend.